Zehn Kerzen für die zehn Mordopfer des NSU

Zehn Kerzen für die zehn Mordopfer des NSUNach dem Ende des historischen NSU-Prozesses waren die Mitglieder der Opferfamilien zu Gast bei Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler. Sie wollte ihnen einen Raum des Schutzes und des Aufatmens gewähren. Begleitet wurden sie dabei von Barbara John, der Opferbeauftragten der Bundesregierung, und der Bundestagsvizepräsidentin Petra Paul. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann stellte sich den aufrüttelnden Fragen der Angehörigen und versprach, dass auch nach den Urteilen die Untersuchungen noch lange kein Ende haben werden. Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler zeigte sich von dem Treffen tief beeindruckt. Zuvor hatte sie angesichts der Urteile im NSU-Prozess auf Facebook dazu aufgerufen, gegen Antisemitismus und Rassismus und für Menschenwürde einzutreten: "Wir müssen für unsere Demokratie mit Herz und Verstand kämpfen. Es ist höchste Zeit, wirklich persönlich dafür einzustehen!"