Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn – Jahresempfang 2017

Regierungspräsidentin Brigitta Brunner, Innenminister Joachim Herrmann, Oberbürgermeister Dieter Reiter, Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler und Kirchenrat Dieter Breit (Bild: MCK)Eine Katastrophe kann Leben zerstören und Menschen aus der Bahn werfen. Die Notfallseelsorge ist vor Ort für die Betroffenen da. Die SeelsorgerInnen begleiten die Menschen und helfen genau dort, wo andere nicht mehr weiter wissen. Darum nutzte Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler ihren diesjährigen Jahresempfang, um den kirchlichen NotfallseelsorgerInnen ihren Dank und große Anerkennung auszusprechen.

„Sie sind da, wenn wir Sie brauchen. Mir ist daran gelegen, dass unsere Gesellschaft sich neu ins Bewusstsein ruft, was Sie leisten. Als Ehren- und Hauptamtliche, professionell und menschlich.“ sagte Susanne Breit-Keßler in ihrer Ansprache. Sie hat in ihrer Amtszeit schon viele Katastrophen miterlebt, erst im vergangenen Jahr das Zugunglück von Bad Aibling und den Amoklauf in München. In solchen Momenten hat sie auch gespürt, wie wertvoll der Dienst der NotfallseelsorgerInnen ist: Sie haben ein offenes Ohr und gestalten Netzwerke, die Betroffene auffangen können. Sie unterstützen auch die anderen Rettungskräfte und Polizisten bei ihrem schwierigen Einsatz und geben ihnen damit die Kraft, die sie brauchen: „In der Dunkelheit ein kleines Fenster der Hoffnung öffnen... Das ist, was Sie tun.“

Eingeladen hatte die Regionalbischöfin Notfallseelsorgende und Verantwortliche aus Krisen-Interventions-Teams aus ganz Bayern. Auch viele Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens waren gekommen, darunter politische und kirchliche Würdenträger und angesehene Repräsentanten der Religionsgemeinschaften, mit denen die Notfallseelsorge selbstverständlich zusammenarbeitet. Es kamen auch wichtige Vertreter der Polizei und der Rettungskräfte, denen Susanne Breit-Keßler besonders dankte: „Sie sind mehr, als es der, die Einzelne im Augenblick der Katastrophe zu fassen, höchstens noch dunkel zu ersehnen vermag. Sie sind ein kostbares Geschenk an die Gesellschaft.“

Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler (Bild: MCK)Innenminister Joachim Herrmann (Bild: MCK)Regierungspräsidentin Brigitta Brunner (Bild: MCK)Oberbürgermeister Dieter Reiter (Bild: MCK)

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann dankte in seiner Ansprache den NotfallseelsorgerInnen ganz persönlich für ihren Einsatz. Mit offenen Worten berichtete er von seinen Eindrücken bei den dramatischen Ereignissen des letzten Jahres und auch von seinem Krankenhaus-Besuch bei der Polizistin, die kürzlich in Unterföhring angeschossen wurde und noch immer in Lebensgefahr schwebt. In allen Fällen habe er gesehen, welchen wertvollen Dienst die Notfallseelsorge vor Ort leiste. Die schlimmsten Szenen habe er aber erst in der Vergangenen Woche bei dem Busunglück in Oberfranken erlebt. „Mir selbst haben die Worte gefehlt“, sagte er. „Ich konnte nicht mehr sagen, als den Helfern zu danken. Und ich bin sehr froh, dass es Menschen gibt, die in diesen Situationen da sind und die richtigen Worte finden.“ Regierungspräsidentin Brigitta Brunner unterstrich diesen Dank in ihrer Ansprache noch einmal ganz deutlich. Und auch Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter sprach den NotfallseelsorgerInnen großen Respekt und Dank aus: „Ohne Sie kann unser Gemeinwesen nicht existieren.“

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Der Musiker Wally Warning und seine Tochter Amy gaben mit ihrer herzlichen Weltmusik dem Abend einen angenehmen musikalischen Rahmen und spielten im Anschluss an den Empfang noch ein Konzert für die Gäste. Kulinarisch wurden diese – wie in jedem Jahr – von Martin Frühauf und seinem Team verwöhnt.

Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler stellt ihren Jahresempfang in jedem Jahr unter ein besonders Thema, um wichtige Handlungsfelder der Kirche in der Gesellschaft zu würdigen. Schon zum 14. mal veranstaltete sie einen solchen Empfang in der Allerheiligenhofkirche an der Münchner Residenz. Er wird ermöglicht durch die Unterstützung der Stadtsparkasse München, des Versicherers im Raum der Kirchen und der Bruderhilfe Pax Familienfürsorge.