​ 50 Jahre Heilig-Geist-Kirche Stephanskirchen

Die Heilig-Geist-Kirche Stephanskirchen (Bild: Gemeinde)Vergangenen Sonntag feierte mit einem großen Gemeindefest die evangelische Kirchengemeinde von Stephanskirchen das 50-jährige Jubiläum ihrer Heilig-Geist-Kirche.

Schon nach dem zweiten Weltkrieg hatten sich evangelische Flüchtlinge und Heimatvertriebene in Haidholzen niedergelassen. Es entstand eine kleine evangelische Gemeinde, die zunächst nur selten Gottesdienste feiern konnte: In einem Privathaus im über 8 km entfernten Zaisberg oder in der katholischen Kirche von Baierbach. 1966 konnte die evangelische Gemeinde endlich ihre eigene Kirche, errichtet nach den Plänen des bekannte Architekten Franz Lichtblau, einweihen.
Das 50-Jährige Jubiläum feierte die Gemeinde nun mit einem üppigen Gemeindefest mit viel Musik, Spielen, einer Ausstellung und natürlich zwei Festgottesdiensten. In ihrer Festpredigt würdigte Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler dieses Fest: „Die Gemeinde der Heilig-Geist-Kirche legt eine Haltung an den Tag, die mein Herz wirklich richtig erfreut. Ich denke nämlich: So sollte man den Geburtstag einer Kirche begehen - mit Lust am Feiern, mit einer Reihe von festlichen Veranstaltungen. Mich begeistert die Vielfalt, die Sie präsentieren.“

Vor 80 Jahren protestierte die Bekennende Kirche gegen Judenhass und Konzentrationslager

Der Altarraum der evangelischen Versöhnungskirche DachauAm Sonntag, 5. Juni 2016, ab 11 Uhr gestaltet Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler in der Evangelischen Versöhnungskirche auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Dachau den Gottesdienst zum 80. Jahrestag der Denkschrift, mit der die Bekennende Kirche gegen das Unrecht im NS-Staat protestierte (Die Predigt kann online nachgelesen werden).

Die Leitung des entschiedenen Flügels der "Bekennenden Kirche", die sich als innerkirchliche Opposition zu den NS-hörigen "Deutschen Christen" im deutschen Protestantismus formiert hatte, richtete am 4. Juni 1936 diese Denkschrift an Hitler. Nach dem "ehrerbietigen Gruß" an den "Führer und Reichskanzler" wurden die Kirchenmänner deutlich: "Wenn dem Christen im Rahmen der nationalsozialistischen Weltanschauung ein Antisemitismus aufgedrängt wird, der zum Judenhass verpflichtet, so steht für ihn dagegen das christliche Gebot der Nächstenliebe." Und etwas weiter: "Das evangelische Gewissen ... wird aufs härteste belastet durch die Tatsache, dass es in Deutschland, das sich selbst als Rechtsstaat bezeichnet, immer noch Konzentrationslager gibt und dass Maßnahmen der Geheimen Staatspolizei jeder richterlichen Nachprüfung entzogen sind."

Luther-Radlpilgerweg von Weilheim nach Wittenberg

Jürgen Nitz und Christian Reuting haben die Route nach Wittenberg zusammengestellt (Bild: Nitz)Nun können Sie sich mit dem Fahrrad auf Luthers Spuren begeben. Der „Luther Radlpilgerweg“ führt quer durch Deutschland zu den wichtigsten Orten der Reformationszeit. Die Museen, Kirchengemeinden und Originalorte inspirieren zur Begegnung mit Luther. Erstellt wurde die Route von dem Kauferinger Pfarrer Jürgen Nitz und Christian Reuting. Beide haben schon langjährige Erfahrung mit dem Radlpilgern: „Von Kaufering sind wir in den letzten Jahren mit Radgruppen zu den großen Zielen christlicher Pilgerwege gefahren, Taize, Rom, Santiago di Compostela. Was lag näher, als sich im Reformationsjubiläum auf die Spuren Luthers nach Wittenberg zu machen?“ Das evangelische Dekanat Weilheim hat den Radlpilgerweg (www.ebw-weilheim.de/radpilgerweg) zu einem Dekanatsprojekt für das Jubiläum „500 Jahre Reformation“ gemacht.

Mit Witz und Esprit gegen Menschenverachtung. Verleihung des Wilhelm Freiherr von Pechmann-Preises 2016

Die Preisträgerinnen und Preisträger des Wilhelm Freiherr von Pechmann-Preises 2016 (Bild: Manfred Walter, Evang. Landjugend)

Mit einem großen Festakt in der Münchner St. Markus-Kirche wurde am 12. Mai der Wilhelm Freiherr von Pechmann-Preis 2016 verliehen. In diesem Jahr werden zwei Aktionen ausgezeichnet, die sich mit der deutschen NS-Vergangenheit auseinandersetzen und die mit Witz und Esprit gegen Menschenverachtung und für ein gerechtes, würdiges Zusammenleben auftreten.

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