Letzte Lieder und Geschichten

Bild: Lena Obst

Zum Welthospiztag stellt der Christophorus Hospiz Verein München bewusst die Menschen in den Mittelpunkt, die von ihm begleitet wurden. Diese Menschen haben von Liedern erzählt, die in ihrem Leben für sie bedeutsam waren. Am 7. Oktober wurden in der Kirche St. Lukas in München ihre "musikalischen Vermächtnisse" aufgeführt und ihre Geschichten dazu erzählt. Sie handelten vom nahen Tod, aber vor allem vom Leben. 

Die bewegende Aufführung verband choreografiertes Live-Konzert, Theater, Lesung, Tanz und Video-Installation von Schlager über Pop bis Klassik und Stille. Sie Mischung berührte und vereinte scheinbar widersprüchliche Gefühle wie Trauer, Dankbarkeit, Angst, Heiterkeit, Zuversicht und Schmerz. Bei dieser besonderen Veranstaltungen wirkten unter anderem Marianne Sägebrecht und Christoph Maria Herbst ehrenamtlich mit. Die musikalische Gestaltung übernahmen der Lukas-Chor München unter Leitung von Tobias Frank und viele bekannte Solistinnen und Solisten. 

In ihrem Grußwort teilte Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler ihre persönliche Erinnerung an das Album "Made in Heaven" von Queen, das ihr in dunklen Stunden Kraft gab: "Made in heaven: Situationen, in denen ein Mensch sich unendlich beschenkt fühlt, sich begnadet weiß; wenn er oder sie auf- und ausatmen kann, auch wenn es dem Ende zugeht." Susanne Breit-Keßler war zusammen mit Oberbürgermeister Dieter Reiter die Schirmherrin des Abends. Die Hospizarbeit ist ihr ein besonderes Anliegen, das sie tatkräftig unterstützt, beispielsweise mit der Evangelischen Stiftung Hospiz.