L’Chaim und Shalom

Der Festakt in der Ohel Jakob Synagoge (Bild: sbk)Den 70. Jahrestag der Gründung des Staates Israel feierte die israelitische Kultusgemeinde mit einem großen Festakt. Rund 500 Gäste kamen in der Ohel Jakob Synagoge in München zusammen, unter ihnen wichtige Vertreter aus Politik, Öffentlichkeit und den Religionsgemeinschaften. In ihrem Grußwort für die Festschrift zum Jubiläum gratulierte Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler und zeigte ihre Verbundenheit mit Israel und der israelitischen Kultusgemeinde. Sie bezog auch klar Position gegen jede Form von Antisemitismus:

„Der Staat Israel wird 70 Jahre alt. Die Zahl, die nach Psalm 90 als Lebensalter eines Menschen angegeben wird. Das Israel der Heiligen Schrift ist noch viel älter. Wir wünschen ihm und dem Staat Israel Tausende von friedlichen und prosperierenden Lebensaltern.
Der Antisemitismus zeigt wieder seine hässliche Fratze. Ihr müssen wir uns mit aller Entschiedenheit entgegen stellen. Die Hand der Versöhnung, die uns die Opfer der Shoah wie ihre Nachkommen reichen, haben wir dankbar und demütig ergriffen. Sie ist ein unverdientes Geschenk an unser Land. Ein Geschenk des Zutrauens darauf, dass wir einig sind: Nie wieder Antisemitismus und faschistisches Gedankengut! Wir müssen immer in Erinnerung behalten, wes Geistes Kinder wir sein sollen. Damit wir in Deutschland und Israel, in der ganzen Welt in einer Gesellschaft leben, in der wir uns gegenseitig achten und respektieren – als Gottes Kinder. Als Menschen. L’Chaim und Shalom.“