Kleiner Zufluchtsort

Kleine Karla (Bild: SBK)Das Frauenhaus "Karla 51" in München bekommt eine Tochter: Die "Kleine Karla". Nur ein paar Schritte von der bestehenden Einrichtung entfernt gibt es hier nun 15 weitere Wohnungen für Frauen und ihre Kinder. Wenn sie in einer akuten Krise – zum Beispiel bei häuslicher Gewalt – schnell Hilfe und Schutz benötigen finden sie hier einen Zufluchtsort.

"Wir sind glücklich, dass die Mama jetzt eine Tochter bekommt" sagte Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler bei der Einweihung der "Kleinen Karla". Sie freute sich über die "Woman-Power", die alle Mitarbeiterinnen und Unterstützerinnen in die Einrichtung investiert haben. Auch wenn der Anlass freilich kein glücklicher sei: "Es ist eine Schande für Deutschland, dass noch immer so viele Frauen wohnungslos und der Gewalt ihrer Männer ausgesetzt sind." Für Christen sei es Pflicht, denen zu Helfen, die Schutz suchen. "Es heißt, die, die keine Rechte haben, die, die besonderen Schutz brauchen, denen muss man beistehen."

Eine besonders süße Unterstüztung für das Frauenhaus ist die "Mammalade für Karla": Der Verein sammelt Obst aus dem Großhandel, das wegen kleiner Verpackungsmängel normalerweise im Abfall landen würde und kocht daraus leckere Marmelade. Und die versüßt nicht nur das frische Brot, sondern auch das Leben von Frauen in Not, denn der Erlös kommt ganz dem Frauenhaus zugute.

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