Frauen und Mystik im Mittelalter

Hildegard von BingenDass Frauen sich theologisch artikulierten, war im Mittelalter keine Selbstverständlichkeit. Die Mystik aber bot einen Weg hierzu: Davon berichtet Prof. Dr. Volker Leppin bei seinem Vortrag "Frauen und Mystik im Mittelalter" am 13. März ab 19:30h in der Christuskirche in München.

Frauen wie Hildegard von Bingen oder Mechthild von Magdeburg erlangten durch ihre hochreflektierten Visionen Anerkennung auch in der Welt der Kleriker – während andere, wie die französische Begine Marguerite Porete auf dem Scheiterhaufen endeten. Der Vortrag geht dieser vielfältigen Welt und der Einbindung der Frauen in ihre kirchliche Umwelt nach.

Volker Leppin (geb. 1966) hat in Marburg, Jerusalem und Heidelberg evangelische Theologie studiert. Promotion (1994) und Habilitation (1997) erfolgten in Heidelberg. Nach einem Lehrauftrag in Zürich und einer Lehrstuhlvertretung in Frankfurt/M. war er von 2000-2010 Inhaber des Lehrstuhls für Kirchengeschichte an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena und ist seit 2010 Inhaber des Lehrstuhls für Kirchengeschichte an der Evg.-Theol. Fakultät Tübingen sowie Direktor des Instituts für Spätmittelalter und Reformation. Er ist ordentliches Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und korrespondierendes Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften.