Ein neuer Kunstbeauftragter für den Kirchenkreis

Richard GraupnerKunst ist lebendig in der bayerischen evangelischen Kirche: In ihren Gebäuden und in ihren wunderbaren Kunstschätzen. Eine wichtige Rolle bei ihrer Pflege spielen der Arbeitsbereich Kirche und Kunst und die Kunstbeauftragten der Kirchenkreise. Für den Kirchenkreis München-Oberbayern ist Pfarrer Richard Graupner zuständig. Am 10. November wird er in sein neues Amt eingeführt.

Richard Graupner ist die Pflege der Kunst im Kirchenkreis ein besonderes Anliegen: "Kunst ist verdichtetes Leben, in aller Schönheit, aber auch aller Fraglichkeit und Zerbrechlichkeit. Kunst kann kostbare Momente schaffen, die uns uns selbst und unsere Welt neu sehen lehren. Darum darf moderne Kunst nicht auf die Museumsinseln der Großstädte beschränkt bleiben. Hier kommt der Kirchen mit ihren weitverstreuten Kirchengebäuden eine wichtige Funktion zu, Orte für diese Auseinandersetzung zu schaffen."

Die Beauftragten für Kunst in den Kirchenkreisen sind Ansprech- und Vermittlungspersonen zwischen Kirchengemeinden, Kulturschaffenden und kirchlichen sowie anderen öffentlichen Akteuren des Kulturbetriebs. Ihre Aufgaben sind:

  • Beratung und Begleitung von Gemeinden bei der Anschaffung oder bei Ausstellungen
  • Kontakt zwischen Kirche und Kunst
  • Vermittlung der Förderung von Kunst in der Kirche

Richard Graupner ist im Arbeitskreis Kunst und Kirche gut vernetzt. Als Gemeindepfarrer von Großkarolinenfeld kennt er zugleich die Praxis in der Kirchengemeinden und die Bedürfnisse vor Ort. Darum ist es ihm wichtig, Kunst und Gemeinde gut zusammenzubringen: "Wo es gelingt, die existenziellen Fragen der Kunst und des Glaubens miteinander in Dialog treten, wo Kunstwerke und gefeierte Liturgie in ein Zwiegespräch kommen, da sind beide ganz bei sich und doch unschätzbar bereichert. Hier sehe ich eine wichtige Aufgabe der regionalen Kunstbeauftragten, Gemeinden bei dieser Suche zu unterstützen. Aber auch Künstlern sollte es leicht gemacht werden, die Offenheit und Wertschätzung unserer Kirche für künstlerische Fragen wahrzunehmen."