7 Wochen ohne "sofort"

Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler beim Eröffnungsgottesdienst zur Fastenaktion (Bild: ZDF)Zwischen Aschermittwoch und Ostern lädt die Aktion "7 Wochen ohne" dazu ein, einmal innezuhalten und in der Fastenzeit bewusster zu leben. Der bekannte Kalender gibt dazu für jeden Tag besondere Impulse. In diesem Jahr geht es ganz um Entschleunigung: "Sieben Wochen ohne SOFORT" heißt das Motto für 2017.

Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler sagt dazu: "Wir leben in einer aufgeregten, hektischen Welt, in der sogar Präsidenten ihre Meinung blitzartig in die Welt entlassen. Menschen reagieren sehr schnell, manchmal, ohne sich und anderen die nötige Zeit zum Nachdenken zu gönnen. Es tut uns gut, es ist menschlicher, wenn wir immer wieder innehalten, uns besinnen und überlegen, was wir sagen oder tun." Frau Breit-Keßler ist die Vorsitzende des Kuratoriums der Fastenaktion.

Am 5. März hielt sie die Predigt im Fernseh-Gottesdienst zur Eröffnung der Aktion. Sie sprach darüber, wie wichtig es ist, im Leben einmal inne zu halten: "Um überhaupt zu merken, wie beschenkt, wie selig man ist, muss man sich richtig Zeit nehmen." Das sei nicht nur in schönen Momenten gut, sondern gerade auch in schwierigen Zeiten. Oft sei man dann gezwungen, schnell zu reagieren, alles "sofort" zu erledigen. Das sei auch häufig nötig. Aber meistens – so Frau Breit-Keßler – sei Gedult und Bedachtsamkeit heilsamer:  "Wer innehält, der merkt: Der Heilige Geist lässt sich nicht hetzen. Manchmal will er, dass wir uns und anderen einen Augenblick gönnen: Einen des Nachdenkens, des Schweigens, des Hörens oder des Fragens."