60 Jahre Evangelisches Beratungszentrum

Motivbild EBZWenn Menschen in eine Krise geraten, dann brauchen sie andere Menschen, die sie begleiten, mit Liebe und Verständnis. Seit 60 Jahren berät das Evangelische Beratungszentrum (EBZ) München Menschen, die professionelle Hilfe benötigen. Das Jubiläum feiert die Einrichtung mit einem bunten Programm und mit einem großen Festgottesdienst am 11. April in der Markuskirche München.

Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler hält bei diesem Festgottesdienst die Predigt und freut sich über die Arbeit des EBZ: "Ich gratuliere dem Evangelischen Beratungszentrum zu seinem 60-jährigen Bestehen und sage ein herzliches Vergelt’s Gott allen Mitarbeitenden, die ihre Kompetenz, Kraft und Zeit anderen Menschen für evangelisch gute Beratung schenken." Nach dem Festlichen Auftakt feiert das EBZ weiter, mit besonderen Vorträgen, zwei Filmabenden, zwei Ausstellungen und natürlich einem Fest.

Im Jahr 1958 schlossen sich mehrere kleinere evangelische Beratungsangebote zu einem gemeinsamen Zentrum zusammen. Unter dem Dach der Inneren Mission begann das EBZ mit seiner professionellen Arbeit. Zunächst standen die BewohnerInnen der evangelischen Kinderheime im Zentrum, doch von Anfang an suchten auch Eltern aus der Stadt Rat in Erziehungsfragen. Und so wie sich die Stadtgesellschaft weiterentwickelte, entwickelte auch das Zentrum immer wieder neue, passende Angebote, zum Beispiel die Eheberatung. Diese professionelle Beratung verzahnte das EBZ auch fest mit der Seelsorge in den Kirchengemeinden vor Ort. Weitere Stützpunkte kamen hinzu, wie die ökumenische Beratung in München-Neuperlach. Und 1968 entstand die evangelische Telefonseelsorge, die ebenfalls an das EBZ angegliedert ist. 1974 kam die Schwangerschaftsberatung hinzu, später noch die Pastoralpsychologie, die PfarrerInnen bei ihrer Arbeit betreut. Seit 2011 gibt es auch eine Beratung für gehörlose und hörgeschädigte Menschen.

Heute ist das EBZ an vier Standorten in München vertreten. 60 hauptamtliche und 120 ehrenamtliche Mitarbeitende bieten Menschen in ihren persönlichen Krisen-, Not- und Konfliktsituationen Rat.
Sie steht allen Ratsuchenden offen – unabhängig von Religion, Nationalität und Lebensweise.

Das Beratungszentrum selbst handelt auf der Grundlage des christlichen Menschen- und Gottesbildes. Die Nächstenliebe gehört zu den Grundüberzeugungen des christlichen Glaubens und die Seelsorge an Menschen ist ein Kernanliegen der evangelischen Kirche. Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler sagt dazu: "Die Mitarbeitenden des ebz vermitteln etwas von dem, was uns allen zugesagt ist: Wir sind an den Tiefpunkten und bei den Höhenflügen unseres Lebens niemals allein, sondern stets gehalten von unserem freundlichen Gott."