„Wir haben alle unseren Platz an der Krippe“

Verzweifelt suchten Maria und Josef an Heilig Abend nach einer Unterkunft in der fremden Stadt. Bedürftige in München finden in der Bahnhofsmission einen Ort, an dem ihnen geholfen wird. Am 24. Dezember feiert Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler zusammen mit Mitarbeitenden und Gästen der Bahnhofsmission Weihnachten.

"Gott wird Mensch, wird ein kleines Kind, damit wir wissen oder wenigstens erahnen, dass er uns lebenslang mit seiner Liebe umgibt. Auch dann, wenn wir glauben, ihn gar nicht zu spüren." In ihrer Predigt betont Susanne Breit-Keßler, dass alle Menschen zur Krippe kommen können und dort ihren Platz haben, egal ob als Könige, Hirten oder Engel. Darum schenkt die Regionalbischöfin der Einrichtung eine Weihnachtskrippe und allen Gästen kleine Weihnachtsengel zum Mitnehmen. Nach dem Gottesdienst gibt es für die etwa 150 Gäste eine warme Mahlzeit und Essenspakete.

Die Münchner Bahnhofsmission ist eine Wärmestube für Wohnungslose, sie bietet Menschen Beratung und ist nachts auch mal Schlafplatz für Frauen in Not. Die ökumenische Einrichtung arbeitet offen, unbürokratisch und lösungsorientiert. 2017 gab es insgesamt 108.000 Kontakte zu Menschen, die Hilfe suchten.